Anglizismen sucken!
Folgende leicht kryptische Anzeige konnte man vergangenes Wochenende dem Stellenangebots-Teil der Süddeutschen Zeitung entnehmen. Vielleicht will sich einer von euch ja bewerben um den Posten eines
“IC-Backend-Designer (m/w)”
Als Experte für ‘sub-micron Chip Assembly’ arbeiten Sie an Floorplanning, Place & Route, Timing-Extraction & Closue, Signal Integrity und LVS/DRC. Unsere IC-Designs werden in CMOS-Prozessen verschiedener Foundries mit Minimum Feature Sizes von Zur Zeit 0,18µm bis 90nm gefertigt. Typischerweise beinhalten unsere Designs digitale und analoge Funktionsblöcke. Die Integration erfolgt in Zusammenarbeit mit den verschiedenen In-House-Design-Teams, unterstützt von unserem Backend-Team in den USA. Nach erfolgreichem Studium (Elektrotechnik, Informatik, Physik) haben Sie im SOC-Layout-Bereich mehere Deep-Submicron-Projekte erfolgreich durchgeführt und dabei Erfahrungen mit einem Standard-Tool-Flow, idealerweise einem Timing-Driven-Ansatz, gesammelt. BE-Tools von Magma und Synopsys sind Ihnen vertraut. Eine Pioniersituation ermöglicht Ihnen eigenständiges Arbeiten und eröffnet weit reichende Perspektiven. Unser Umfeld beinhaltet englischsprachige Kommunikation und Auslandsreisen.”
Den letzten Satz hätten sie sich meiner Meinung auch sparen können …
Responses
In der Tat ist das schon fast genau das was ich in Zukunft zu arbeiten hoffe. Vorrausgesetzt ich hab auch wirklich alles richtig verstanden.
wenn du sowas arbeiten kannst, schlumpf, dann ziehe ich den hut vor dir.
Da hab ich was schönes zu dem Thema.
http://www.vds-ev.de/index.php
Einfach ein wenig drin rumstöbern.
also, wie ich das verstanden habae, geht das doch jetzt um, irgendwie, ä bauklötze backen? oder? nicht?
naja… ich glaub das sind keine Anglizismen… sondern der hat einfach englische worte verwandt, statt der deutschen fachausdrücke… die wären nämlich nur schlecht zu übersetzen gewesn denke ich…
naja tatsache ist ja, dass sich die deutschen scheinbar keine muehe mehr machen, eigene ausdruecke zu erfinden fuer bestimmte sachverhalte. ist schon ein schwaches bild. zum glueck geben wir hier uns muehe, jeden tag neue grammatikalische konstrukte auszuprobieren. vgl. andere postings
@ neschatt: das sehe ich schon auch so. Aber ich würde eine solche Stellenanzeige dann wahrscheinlich lieber gleich auf Englisch veröffentlichen (lassen), bevor ich mit so einem Bastard von Text ankäme…