1. A personal list of design systems

    This is mainly a list for myself and does not aspire to be complete or a reference to anybody other than myself.

    PS: I also maintain a list of decent free sans-serif fonts for use in webdesign.

  2. An incomplete list of nice free sans-serif fonts for websites

    This is mainly a list for myself, as I often forget there are a few decent font choices available today, even if the project requires the use of free (as in beer) fonts.


    A few more with Asterisks:

    PS: I also maintain a list of nice design systems for color and type as reference for webdesign projects.

  3. Apple Pay in Deutschland mit boon. (Juli 2017)

    Apple Pay in Deutschland, mit boon. aus Frankreich

    Premise

    Meine Frustration, dass Apple Pay nicht in Deutschland verfügbar ist, ist über die letzten Jahre gestiegen. Ich bin jemand, der ungerne Münzgeld mit sich herumträgt und ich mag diese Geldbeutel nicht, die nach riesigen, aufgeblähten Fröschen aussehen. Nachdem ich zur WWDC 2017 wieder nichts von einem Deutschlandstart gehört habe (long shot, ich weiß), dachte ich, ich hör mich nochmal um, wie hoch derzeit die Hürden sind, in Deutschland Apple Pay zum Laufen zu bekommen. Es stellt sich heraus, seit dem Start in Frankreich (Anfang 2017) und Support der boon-Prepaid-Karte: gar nicht mehr so hoch! Und es gibt recht viele Anleitungen online, allerdings mit zum Teil variierenden Instruktionen. Ich will hier kurz meine Erfahrungen niederschreiben, dass andere nicht die gleichen Fehler machen.

    Ich habe viel gelesen, aber hauptsächlich die Anleitungen von Markus Jasinski und chip.de genutzt. Der Ablauf ist ungefähr so:

    • Französische Apple-ID erstellen (Am besten versuchen, eine kostenlose App zu laden, sonst gibt es keine Möglichkeit, ohne Bezahldaten anzulegen. Einfach ausloggen, im App Store das Land auf Frankreich stellen, boon suchen)
    • Die boon. App aus dem französischen App Store laden
    • iPhone-Region (Sprache kann bleiben) auf Frankreich/France stellen
    • In der boon. App einen Account anlegen, mit der eigenen Telefonnummer und realen Daten
    • Die boon. Karte über den Button in der App zu Apple Wallet hinzufügen
    • Am besten direkt per Überweisung etwas Geld auf die Karte laden (Ich habe 20 Euro überwiesen. Das ist gebührenfrei, aber dauert 1-2 Tage)
    • Das boon. Konto zweimal hochstufen, zuerst auf Basic, dann auf Plus (Nur mit Plus kann man in Deutschland bezahlen! Basic funktioniert nur in eurem “Heimatland”, Frankreich). Dafür die echten, eigenen Adressdaten verwenden und eine Emailadresse, von der man versenden kann. Das ist wichtig, denn beim Hochstufen auf Plus muss man ein paar Fotos machen und die übertragen oft nicht richtig, das heisst, man muss sie per Email nachreichen, wenn man aufgefordert wird und der Support kooperiert nur, wenn man von der angegebenen Emailadresse schreibt. Leider dauerte die Korrespondenz mit dem Support bei mir oft viele Stunden bis mehrere Tage.
    • Wenn das soweit geklappt hat, kann man die Region im iPhone zurückstellen und sich im App Store wieder mit seiner eigenen Apple ID einloggen.
    • Abwarten, bis sowohl das Geld auf der Karte angekommen ist, als auch das Konto auf Plus hochgestuft wurde.
    • Wenn Geld da ist und der Account auf Plus steht, kann man einkaufen. Ich teste nach und nach die Unterstützung bei Läden in Mannheim. Apfel.cash hat da eine ganz schöne Liste, zu der ich beitragen werde.

    Fallstricke

    Ich habe bei der Registrierung einige dumme Fehler gemacht, die ihr vermeiden könnt.

    • Die App hat bei mir am Anfang gemeckert, es gebe in meinem Land nur Support auf Android Handys und ich konnte keinen Account erstellen (“Sign up”). Ich dachte, ich kann das austricksen, indem ich für die Registrierung das Handy einer Freundin benutze, was auch geklappt hat, ich hatte einen Account und konnte mich danach am iPhone damit einloggen. Allerdings liess sich aus diesem Account nie die Karte zu Apple Wallet hinzufügen, was die ganze Arbeit sinnlos gemacht hat. Nachdem ich mit dem boon.-Support telefoniert und geemailt hatte, war klar, dass sie meinen Account würden löschen müssen. Die Freundin hatte die App aus dem deutschen Google Play Store geladen und damit die Registrierung gemacht. Das hat meinen Account als “deutsch” markiert oder sowas. Wenn der Account als deutsch gilt, gibt es keinen Support für Apple Pay (siehe Bild am Ende des Artikels) und das lässt sich auch nicht umstellen von deren Seite aus. Man MUSS vom iPhone mit Region “Frankreich” aus registrieren, damit der Account als französisch gilt und Apple Pay freigeschaltet ist. (Ende der Geschichte, der Support hat mein Konto gelöscht, hat 2 Tage gedauert. Dann bekam ich Bescheid und konnte von vorne anfangen; diesmal erfolgreich.)
    • Das Hochstufen auf Plus ist mega verbuggt in der App. Ich habe Reisepass und Personalausweis verwendet und beide Male, die ich das machen musste, kam die Perso-Rückseite nicht an. Jeweils meldete sich der Support am nächsten Tag mit der Bitte, die Rückseite nachzureichen. Nicht so toll über Email. Ich wünschte, es gäbe dafür einen Weg in der App, fehlende Dokumente zu ergänzen.
    • Aufladen per Kreditkarte (am Anfang war ich sehr ungeduldig) kostet Gebühren und erfordert 3d-Secure aka. Verified by VISA. Das musste ich bei meinem Kreditkartenunternehmen erst aktivieren lassen und das hat wieder 2 Tage gedauert. Beantragt das rechtzeitig vorher, oder macht per Überweisung!
    • Der boon.-Support kommuniziert nur über die Emailadresse mit euch, die in der App registriert ist. Aliasadressen wie hans.wurst+boon@gmail.com wirken wie eine schlaue Idee, aber man muss hier leider darauf verzichten.
    • Der boon.-Support war trotz all des Ärgers sehr kooperativ und hat mir geholfen. Manchmal ging die Korrespondenz innerhalb von 20 Minuten hin und her, aber in der Regel muss man auf eine Antwort jeweils einen Tag warten. Das ist blöd, denn das Hochstufen auf Plus dauert eh schon 1-2 Tage, dann bekommt man die Email, dass die Perso-Rückseite fehlt. Wenn man die schnell hinschickt, dauert es trotzdem nochmal 1-2 Tage zusätzlich. Von der “Stunde”, die in den Anleitungen erwähnt ist, konnte ich nur träumen.
    • Ich habe ein paar dumme Fehler gemacht, aber jetzt geht alles. Ich bin sehr glücklich. Wenn Apple Pay demnächst normal in Deutschland startet (Daumen drücken!) kann man sich die Aufladerei der Karte sparen und das boon.-Konto löschen, um die 12 Euro Gebühr zu sparen. Aber das erstaunte Gesicht der Kassierer ist es für den Moment auf jeden Fall wert.

    Apple Pay in Deutschland, mit boon. aus Frankreich, Probleme