schwarz gefahren
im moment gibts grad nicht so viel spannendes hier zu erzaehlen. am wochenende kommt zwar die eva, aber das sind ja auch noch 2 tage hin. darum wollte ich die zeit nutzen, um euch mal ueber eure schwarzfahrgewohnheiten, -tips und -erfahrungen zu interviewen. ich persoenlich bin den ersten monat, den ich in muenchen gewohnt hab, jeden tag schwarz zur arbeit gefahren. das hat sich so ergeben weil einzelfahrscheine recht kostenintensiv sind und man einen wohnsitz haben muss, wenn man eine studentenmonatskarte haben will. und dann darf man von seinem wohnsitz zu seiner arbeit pendeln. mehr eigentlich nicht. und da ich noch keine wohnung hatte, konnte ich auch keine verguenstigte fahrkarte haben und hab aus frust keine fahrkarten mehr gekauft. plus: die kontrolleure haben alle so rote muetzen auf und man kann sie von weitem in der bahn sehen. es lohnt fast nicht.
seit ich in giesing meine eigene wohnung hab, kauf ich die monatskarte brav. damit kann ich in den innerenn zwei zonen fahren so viel ich will eigentlich. die kostet allerdings jeden monat $29 und hat nicht viele tolle weitere features. da ist mannheim ein echtes schnaeppchen. aber in der U-bahn kann man auch schlecht abhauen wenn dann mal kontrolliert wird. besonders wuerde ich gerne ueber die gewohnheiten in anderen staedten hoeren, zB vom max, vom koaler in HD, von der ju in schottland und vom vid mit dem tollen bus system.
Responses
Ich hab bis jetzt noch keine Karte für München, brauch ich wohl auch nicht. Letzt mit dem Arno auf dem Weg zu Currywurst und Feierabendbier zwei Stationen mit der U-Bahn gefahren, nach einer steigen zwei MVG-Mitarbeiter in ihren blauen Dienstuniformen ein und stellen sich direkt vor uns hin. Karten wollten sie aber nicht sehn – warum, weiß ich nicht. Entweder sie waren nur Wachpersonal, oder ich bin vor lauter Angst transparent geworden. Bisserl transpiriert hab ich auf jeden Fall…
Madrid ist die Monatskarte etwas teurer: 37 euro kostet das Abonno für Zone A. Aber Zone A ist eigentlich ganz Madrid. Zumindestens alles, was man mit der U-Bahn (Metro) erreichen kann. Alles andere ist für so richtig-echte Züge. Oder Busse.
Für 5,80 kriegt man nen 10er Fahrschein. Im ersten Monat hab ich das gemacht, weil es eigentlich genausoviel kostet, gerade weil ich am Anfang viel gelaufen bin um die Stadt kennenzulernen (und das auch möglich ist).
Wer sich für ein Euro ein Ticket holt kann übrigens theoretisch den ganzen Tag oder auch mehrere Jahre unterirdisch leben und die Metros benutzen. Keine Kontrollen, sondern ein Schrankensystem wie in London.
mehrere jahre unterirdisch leben …hmmm… koaler?
Habe bisher immer brav mein Semesterticket käuflich erworben. So ich nicht nach Mannheim oder sonstwo hin fahren muss, sondern mich nur innherhalb von HD bewege, laufe ich eh am liebsten. Nicht, um die Stadt zu erkunden, sondern um die überfüllten Busse und Bahnen mit nervigen Leuten zu umgehen. Aber HD kann man ja eh nicht mit Madrid, München oder Charleston vergleichen; is ja eher ein Dorf.
Und unterirdisch leben kann ich nach dem Tod noch lang genug. *muha, Kalauer!*
schottland war der HAMMER bzgl. oeffentlicher personennahverkehr.
wir hatten zwar ne busverbindung vom campus in die stadt rein, aber gerade am anfang (waehrend des gesamten oktobers!!!)waren die busfahrer hart am streiken und man musste in die stadt laufen… was ungefaehr 30 bis 45 minuten dauert. wenn man denn mal fahren durfte, dann musste man 75 p fuer einen weg zahlen, oder eben 130 p fuer hin-und-zurueck. schwarzfahren war allerdings nicht drin, da man sein ticket immer beim busfahrer kaufen muss… ne monatskarte gabs nicht, zumindest hab ich mich danach nicht erkundigt.
der bus war immer sauvoll mit studenten und richtigen menschen. wenn man einkaufen war, musste man sich mit den tueten durch den engen gang quaetschen – aber die hatten im bus ne prima ablage fuer tueten und taschen. allerdings war die busfahrt immer aeusserst rasant und sehr wackelig.
von wegen timetable oder zeitplan oder wie auch immer – fehlanzeige! der bus kommt, wenn er kommt. FALLS er kommt.
super war aber, dass busfahrer auch mal ohne stop anhalten, wenn man sie drum bittet. und dauch dass sie einen auch mal direkt vor die haustuer fahren…
alles in allem: es war des oeffteren ” a hell of a ride”.
mit der hoelle eines ritts kann ich mich nur anschliessen: busfahren ist in charleston abenteuerlich. von wegen mitfahrer und verlaesslichkeit und so. allerdings kann man seit januar mit einem bus den strand erreichen und studenten des cofc fahren komplett kostenlos, auf allen linien, zu jeder zeit.
er fuhr die linie N. der fahrer dieses busses schaffte es sogar vor 9 uhr morgens mir ein laecheln auf mein gesicht zu zaubern, egal wieviel kinder im bus waren. egal wie muede ich war. egal ob ich mal wieder nicht vorbereitet war. aber ich brauchte doch keine sorgen haben, ich hatte alles gut vorbereitet, und die praesentation 3 mal laut vor mich hingesprochen. “und jetzt alle aussteigen, ‘s gibt kuchen fuer alle”
ich habe hier in köln einen kleinen deal mit dem kvb getroffen, von dem selbiger allerdings nichts weiss: morgens nutze ich den bus kostenlos, abends bezahl ich dafür. das hat damit zu tun, dass die fahrkartenautomaten in den fahrzeugen selbst aufgestellt sind und nur kleingeld annehmen. und meistens hab ich mein kleingeld am abend davor in die fahrkarte investiert, weswegen ich am nächsten morgen logischerweise keins mehr hab.
bis jetzt klappt das ganz gut, was auch damit zusammenhängt dass in den fahrzeugen des kölner nahverkehrs eigentlich nie kontrolliert wird. sie werben schon verzweifelt auf plakaten um studenten die in ihrer freizeit fahrscheine kontrollieren und dafür ordentlich aufs maul kriegen wollen. scheinbar nicht mit allzu grossem erfolg. für meinen letzten monat werd ich mir denk ich noch ne monatskarte holen, auch wenn der deal jetzt so gut funktioniert.
In weniger als 2 Monaten werde ich euch an dieser Stelle dann über das öffentliche Personennahverkehrs-System Sri Lankas berichten. Ich glaube die haben da noch Ochsen mit einem Wagen dahinter…
Ich fahr nie schwarz, hab ich zu wenig Eier für.
Aber natürlich habe ich auch eine Ausrede, damit ich mich nicht als feige outen muss; Ich sag dann immer es hätte was damit zu tun, dass sich Busse und Bahnen auch irgendwie finanzieren müssen und dass ich ja schon froh bin dass es sie giebt und ich mir nicht ausmalen möchte, was wäre wenn die alle pleite machen würden, weil niemand mehr bezahlt.
Berlin ist eine Sauerei. Ich zahle 48, 50 Euro im Monat (ja das ist die verbilligte Azubi Karte. Die hab ich auch nur mit Ach und Krach bekommen. Das gilt dann für AB.
Ich habe bisher keine Stadt erlebt, wo so oft kontrolliert wurde. In guten zwei Monaten, die ich jetzt hier bin, etwa 12–13 mal. Aber davon 11 mal in der U-Bahn. Das sind meistend irgendwelche Schrränke, die du vorher selbst als Schwarzfahrer vermutet hättest. Also keine Chance. Man muss der Stadt aber lassen, dass das Nahverkehrssystem sehr gut ausgebaut ist und wunderbar funktioniert. Es gibt eine 24h Hotline zum Ortstarif, bei der man immer die nächste Verbindung erfragen kann.
weisst du was in berlin eine studentenkarte oder so kostet? oder ist das das azubi ticket? und wieviel muss man fuer ne monatskarte bezahlen, wenn man KEIN student ist?
ich weiss nur das ich fuer ein 7 tagesticket 21 bezahlt habe. oder waren es 28? und das war fuer erwachsene. weil an dem automaten gab es kein student. tatsaechlich stand da nur was mit ermaessigt, und ich wusste nicht dass ich ermaessigt bin. als die teresa dann kam hat sie sich immer ermaessigt gekauft. da war ich arg traurig. aber das bahnsystem in berlin ist echt klasse. nicht wie mannheim, wo ich gestern ueber eine stunde des tages mit auf-die-bahn-warten verbracht habe… und man dann nicht einsteigen kann, weil sie einfach mal voll ist! ach ja, aber nirgends ist die ansage so toll wie in mannheim. denn in berlin kann man am paradeplatz nicht in alle richtungen umsteigen!
das berliner nahverkehrssystem hab ich so richtig zu schaetzen gelernt, als in einer mittwoch nacht um 2.30 uhr die u-bahnen immer noch im 15-minuten-takt gefahren sind und ich nur 7 minuten auf die naechste warten musste. nicht wie in mannheim, wo die 4 TAGSUEBER alle 20 minuten nach wallstadt faehrt…